Zurück in die Vergangenheit – Bloggeraktion #TZR600

Hallo Ihr Lieben,

durch meine liebe Freundin Zypresse, wurde ich auf die Bloggeraktion „Zurück in die Vergangenheit“ (#TZR600) von Teilzeitreisender.de aufmerksam gemacht. Da wollte ich unbedingt mitmachen! (Und zum Glück habe ich es gerade noch vor Aktionsschluss geschafft…)

Ich möchte Euch heute auf meine erste Reise in die USA mitnehmen.
Es war September 2004. Ich hatte gerade mein Studium beendet und mein Herzblatt und ich haben uns aufgemacht ein wenig die Ursprünge der USA zu Erkunden. Mein Gott, das war schon immer mein Traum: einmal die USA besuchen. Einmal The Big Apple und DC sehen. Yeah! Damals dachte ich, dort käme ich ja sonst nie wieder hin (haha!).

Wir wollten so ungebunden wie möglich sein und haben nur den Flug, einen Mietwagen und die ersten 2 Nächte im Hotel gebucht. Dann sollte es ganz wild und frei „on the road“ gehen.
Ganz aufgeregt sind wir am Flughafen Washington gelandet und haben erst mal eine Weile gebraucht um den Mietwagenverleih zu finden. Als wir das endlich geschafft hatten, sind wir auf die Autobahn um nach Washington DC zu kommen. Meine Güte, ich sag’s Euch: ohne Navi, mitten in der Nacht und die Innenbeleuchtung haben wir auch nicht anbekommen um die Karte zu lesen. Naja, wir sind ein paar Extrarunden auf der Autobahn gedreht (und immer wieder Maut bezahlt!), um dann endlich in die Stadt zu kommen. Das Hotel lag in Chinatown und nachdem wir geparkt hatten, klopfte es auf dem menschenleeren Parkplatz an der Scheibe. Zwei strahlende Augen in einem dunklen Gesicht schauten uns an und baten um ein paar Dollar. Ich dachte, ich sterbe. Völlig erschrocken und panisch vor Angst bekam ich kaum ein Wort heraus. Dollarscheine hatten wir auch nicht, da wir in Deutschland nur große Scheine bei der Bank bekommen hatten. Der arme Mann hatte dann aber Mitleid mit uns und ging mit einem Lächeln weiter. Touristen eben…
Die erste Nacht in unserem – eher einfachen – Hotel, habe ich auch noch in „guter“ Erinnerung. Irgendwann hat mich lautes Geschrei und Krach geweckt. Es war so laut, ich hatte Angst, dass gleich jemand die Tür auftritt. Mein Herzblatt und ich lagen mit weit geöffneten Augen nebeneinander und harrten der Dinge die da kommen würden. Irgendwann beruhigte sich aber wieder alles und am nächsten Tag bei schönem Sonnenschein sah alles gleich viel besser aus.
Wir haben uns ein wenig umgesehen und sind am darauffolgenden Tag in Richtung Boston gefahren. Eine wunderschöne Stadt mit viel europäischem Charakter.

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Nach Boston haben wir uns Plymouth angesehen. Dort gibt es ein großes Freilichtmuseum, was ich jedem nur empfehlen kann: Plymouth Plantation. Die ersten Pilgersiedlungen sind originalgetreu dort aufgebaut und auch ein Indianerdorf ist dort zu finden. Schauspieler in Kostümen und echte Indianer erklären gerne und ausführlich die Geschichte der Besiedlung. Nicht weit entfernt findet man die Mayflower – das bekannte Schiff, daß die ersten Siedler aus Europa in die Region brachte. Ein absolutes Erlebnis!

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New York war unsere nächste Station. Nachdem wir kurz vorher erfahren hatten, daß dort eine große Convention der Republikanischen Partei stattfinden soll, haben wir telefonisch ein Hotelzimmer vorgebucht. Mein Herzblatt hat das übernommen und Blut und Wasser dabei geschwitzt. Unser Englisch war damals nicht annähernd so gut wie heute und es war echt schwierig „Brooklyn Style Englisch“ zu verstehen. Aber wir haben es geschafft!
New York hat mich einfach umgehauen. Ich dachte nur: wo ist der Himmel? Alles ist mit Hochhäusern zugebaut, Die Straßen erinnern eher an Schluchten und Sonnenlicht fällt fast nirgends auf den Boden. Unglaublich. Hier findet Ihr übrigens meinen Bericht über meine zweite Reise mit Kindern in New York.

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Und danach ging es dann wieder zurück nach Washington DC. Dort haben wir noch einmal eine Sightseeing Tour gemacht und sind von dort aus zurückgeflogen.

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Von dieser Reise werde ich wahrscheinlich noch meinen Enkelkindern erzählen. Es war aufregend, beängstigend und einfach irre spannend dies alles zu sehen und zu erleben. Einen kleinen Einblick in die Geschichte der USA konnten wir auch gewinnen und seitdem ist meine Liebe zu diesem Land niemals abgerissen.

Übrigens: die Fotos sind nicht bearbeitet. Meine damals analoge Kamera hat die Hitze nicht vertragen und ständig Mehrfachbelichtungen gemacht. Dies ist das Ergebnis.

In diesem Sinne alles Liebe

Janine

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2 Kommentare zu “Zurück in die Vergangenheit – Bloggeraktion #TZR600

  1. Und heute… plaudert man ganz ungezwungen in englischer Sprache über dies und das… irgendwie verrückt, wie sehr die Welt kleiner geworden ist oder sind wir einfach nur in die globale Gesellschaft hinein gewachsen? Dankeschön für das Teilen Deiner (Eurer) Erinnerungen (nebst künstlerischen Doppelbelichtungen 😉 )

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