Buffalo

Hallo Ihr Lieben,

die Urlaubssaison ist in vollem Gange – auch bei uns.
Wir haben eine „kleine Tour“ mit dem Auto gemacht. Von Buffalo über die Niagarafälle nach Philadelphia und Atlantic City. Fast 2000 km haben wir dabei zurückgelegt. Natürlich möchte ich Euch daran teilhaben lassen und starte hier mit unserem ersten Zielort: Buffalo.

Buffalo ist die zweitgrößte Stadt im US-Bundesstaat New York und hat mehr als 250.000 Einwohner. Sie liegt direkt am Eriesee – einer der fünf großen Seen im Nordosten Amerikas – und an der Grenze zu Kanada. Die Niagarafälle sind nur eine knappe halbe Stunde entfernt.
Aufgrund des Hafens und der Lage hat die Stadt seit 1840 stetig an Wachstum zugenommen. Bereits vor Beginn des 20. Jahrhunderts war elektrische Beleuchtung weitverbreitet. Dies ist den örtlichen Mühlen, die elektrische Energie durch den Niagara River erzeugten, geschuldet. Die ersten elektrisch betriebenen Straßenlaternen wurden hier aufgestellt und die Stadt erhielt den Spitznamen „City of Light“.
Die Stahl- und Autoindustrie siedelten sich an und ließen Buffalo florieren.
Buffalo hatte auch eine tragende Rolle bei der Abschaffung der Sklaverei. Die Stadt war ein Zielpunkt bei der Flucht aus der Sklaverei und bedeutete für viele Menschen somit Freiheit.

Heute ist der Großteil der Stahlindustrie abgewandert. Dies sieht man der Stadt leider auch an. Als wir am frühen Abend dort ankamen war kaum ein Mensch auf der Straße zu sehen. Eine mehrspurige Hauptstraße hat bei mehreren Ampelphasen kein Auto gesehen, was bei einer Stadt dieser Größenordnung sehr ungewöhnlich ist. Die Bebauung hat zum Teil sehr gelitten und die Geschäfte waren bereits um 19 Uhr geschlossen. In diesem Land fast undenkbar.

Allerdings haben wir auch ein paar Ecken entdeckt, die noch ganz viel Charme versprühten. Die Straßenlaternen sind beispielsweise mit Blumenkübeln geschmückt und ein paar hübsche Kirchen haben wir auch gefunden. Das Hotel Lafayette hat eine nette Bar mit Restaurant und einem tollen Innenraumdesign. Das Rathaus im Art-Déco Stil ist in die Liste der amerikanischen Denkmäler aufgenommen worden (National Register of Historic Places).
Aufgrund der Nähe zu den Niagarafällen kann Buffalo gut als Übernachtungsort dienen. Dies kann auch ich ruhigen Gewissens empfehlen. Für einen längeren Aufenthalt bietet die Stadt – für meinen Geschmack – leider nicht allzu viel. Aber als Zwischenstopp ist sie definitiv geeignet.

Wer ein wenig mehr erfahren möchte kann sich hier ein wenig umsehen (http://www.visitbuffaloniagara.com/).

Und jetzt ein paar Bilder:

2014_Buffalo

In diesem Sinne alles Liebe

Janine

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4 Kommentare zu “Buffalo

  1. Ja, Euren Eindruck von Buffalo können wir bestätigen, so sah es bei unserem Besuch 2008 auch aus. Mich hat die Verödung nicht nur der Innen-, sondern eigentlich der gesamten Stadt damals sehr erschreckt. Ich hoffe Bochum übersteht die Opel-Schliessung besser… Aber ehrlich gesagt, in Niagara selbst, auf der us-amerikanischen Seite fand ich es noch deprimierender: so schöne alte Häuser – und alles verfällt, steht leer, ist ausgestorben.

    Und auf der Fahrt nach Buffalo haben wir im Auto gesessen und uns gegenseitig Fontanes „John Maynard“ (http://de.wikisource.org/wiki/John_Maynard_%28Fontane%29) aufgesagt – die Ballade auswendig zu lernen gehörte bei uns noch zum Vor-Abi-Lernstoff 😉

    … Und plaudernd an John Maynard heran
    Tritt alles: „Wie weit noch, Steuermann?
    Der schaut nach vorn und schaut in die Rund’:
    „Noch dreißig Minuten … Halbe Stund’.“ ….

    • John Maynard scheint über die Generationen immer noch Pflichtlektüre fürs Abitur zu sein 😉.
      Sterbende Städte sind wirklich erschreckend anzusehen. Allerdings gab es auch viele Baustellen, was hoffen lässt. Potential hat die Stadt m.E. nämlich noch. LG

  2. Na, da kann ich doch mithalten…wir waren auf dem Rückweg aus der Toskana beim Rheinfall in Schaffhausen ;-)…und vorher an der Ostsee – Heiligendamm ist auch wunderschön…und total verrottet…unglaublich schade!
    Mit einem Besuch in DC wird es also diese Jahr nichts mehr…
    Liebe Grüße aus Köln
    Superillu

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