und bringe das Brot…

Hallo Ihr Lieben,

wenn man sich eine Weile im Land der „unbegrenzten Hamburger“ und Peanutbutter Süchtigen aufhält, bekommt man nach einiger Zeit Lust auf die typisch Deutsche Küche.
Nicht, daß ich keine Hamburger mag, oder gar Erdnussbutter verschmähen würde. Aber die Erdnussbutter schmeckt doch hin und wieder deutlich besser auf einem guten Roggenbrot, als auf gesüßtem Toast. Und leider kann ich die „Brote“ hier nicht anders benennen: es ist und bleibt Toast.

Und um ehrlich zu sein: auf Dauer ist mir das zu wenig. Ich liebe Brot in allen Varianten: Roggen-, Weizen-, Dinkel-, Vollkorn-, ja sogar Schwarzbrot esse ich hin und wieder ganz gerne. Mit einem guten Käse oder leckerer Wurst belegt. Der pure Genuss für mich.
Leider ist typisch deutsches Brot hier schwer zu finden. Zwar gibt es ein paar Geschäfte, die man im weitesten Sinne Bäckerei nennen kann, aber die sind rar und falls man so etwas in der Nähe hat – unglaublich teuer.

Der gemeine Deutsche, der hier lebt, backt sein Brot selbst. Backautomaten kann man hier kaufen und die Zutaten bekommt man in jedem Supermarkt. Ich persönlich nehme allerdings, aus ganz profanen Bequemlichkeitsgründen, fertige Backmischungen für deutsches Brot.
Ich muss gestehen: neben den großen Discountern vermisse ich die Bäckereien aus Deutschland am meisten. Es gibt doch nichts Schöneres als zwischendurch ein belegtes Brötchen zu kaufen. Oder eine Rosinenschnecke, oder ein Schweineohr, oder oder oder. Ein kleiner Snack zwischendurch bedeutet hier ganz klassisch: Fastfood. Möchte man etwas Süßes, kann man sich noch in einer der großen Kaffeeketten Muffins oder Donuts kaufen. Ein typisches Frühstück mit Brot / Brötchen und Aufschnitt sucht man hier vergebens. Am nächsten kommt dem noch der Bagel, ein rundes Gebilde mit einem Loch in der Mitte. Leider sind auch die Bagels hier gesüßt. Also hat man – wenn man es herzhaft mag – immer einen süßen Nachgeschmack.
Mittlerweile werden aber in den Supermärkten „Rolls“ angeboten. Das ist die amerikanische Variante der deutschen Brötchen. Am besten schmecken noch die „French Rolls“, die man am Wochenende gut aufbacken kann. Auch aufbackbare Croissants haben wir hier entdeckt. Knack und back auf amerikanisch eben. Ich habe mich wie ein kleines Kind gefreut, als wir das entdeckten. Ein Wochenende ohne Brötchen ist doch wie… na schrecklich eben.

Zum guten Schluss möchte ich Euch noch ein Rezept mitgeben, wie man schnell und OHNE Gehzeit Vollkornbrot selbst machen kann. Ganz einfach im Backofen. Man braucht dazu:
500 g Vollkornweizenmehl
500 ml Wasser
80 g Sonnenblumenkerne
80 g Leinsamen oder Sesam (je nach Geschmack und Vorliebe)
10 g Trockenhefe (am besten schnell treibende Trockenhefe)
2 TL Salz
2 EL Apfelessig
Jetzt kommt das Schöne daran: einfach alles zusammen in einer Rührschüssel mit dem Knethaken des Rührgerätes gut durchkneten. In eine geölte und bemehlte Kastenform füllen und im NICHT vorgeheizten Backofen bei 200°C backen. Dabei auf den Boden des Ofens eine Schüssel mit Wasser stellen. Die Backzeit beträgt ca. 1 Stunde.

Guten Appetit!

2014-04_und bringe das Brot
In diesem Sinne alles Liebe
Janine

6 Kommentare zu “und bringe das Brot…

  1. Moin Sista!

    Ein kleiner Tip zum Backen allgemeiner Art:
    Den Teig nach dem Mischen/DurchRÜHREN noch einmal kräftig per Hand durch KNETEN. Dies gibt dem Teig Spannung und der Laib krümmelt beim Schneiden nicht. Bei Weizenmehl ist das weniger problematisch, bei Roggenmehl jedoch fast schon zwingend. Mutz‘ Brot ist nach diesem Tip deutlich schnittfester.

    Gruß Da Bruda

    • Hey Bruda, danke für den Tipp. Ist aber bei diesem Brot wirklich nicht nötig – der Teig ist sehr klebrig und weich. Daher wird das Brot auch in einer Form gebacken. Aber ideal für mich: einfach und schnell. So mag ich es am liebsten! Die Sista

  2. Hey, ich hab mir vorgenommen, dieses supersimple Rezept mal zu probieren… auch wenn wir ja im deutschen Brothimmel leben (ich sag nur Oskar von LeBüsch 😛 ). Darf man Brotbackmischungen importieren oder per Päckchen versenden?

    • Ja Zypresse, mach das und sag mal wie es geworden ist. Das interessiert mich vor allem wegen der Hefe. Man sagte mir aber, mit normaler Trockenhefe geht das auch (hier gibt es schnelltreibende Trockenhefe, sowas hab ich in D noch nicht gesehen). Ob man Backmischungen versenden oder importieren darf, weiß ich nicht. Könnte aber Probleme geben – Pulver in welcher Form auch immer wird nicht so gerne gesehen… Wir können die hier gut und günstig im Deutschen Laden kaufen – zum Glück!

  3. Hallo Janine, danke für den Brotbacktipp aus den USA und auf diesem Weg noch nachträglich ein schönes Osterfest gehabt zu haben.
    Viele liebe Grüße an Euch vier aus der alten Heimat.
    Wir denken oft an Euch.
    Annemarie und Jürgen

    • Hallo Jürgen & Annemarie, vielen Dank für Eure lieben Worte. Es freut uns sehr, daß Ihr auch an uns denkt. Wir hoffen, Ihr hattet auch ein schönes Osterfest. Liebe Grüße nach Deutschland!

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