Washington National Cathedral

Hallo Ihr Lieben,

wir waren mal wieder unterwegs. Dieses Mal hat es uns in die Kathedrale von Washington verschlagen. Da wir gehört hatten, dass es in absehbarer Zeit Eintritt kosten würde, wollten wir vorher noch die Chance einer kostenlosen Besichtigung ergreifen.

Ein bisschen Hintergrund:
Der Grundstein der Kathedrale wurde 1907 unter der Präsidentschaft von Theodor Roosevelt und den Plänen von Architekt George Bodley gelegt. Die Idee entstand allerdings viel früher: George Washington und der Stadtplaner Pierre L´Entfant hatten bereits 1792 in dem Plan für DC eine große Kirche für nationale Zwecke vorgesehen.
Die Kirche ist das längste andauernde Bauprojekt Washingtons – mit 83 Jahren Bauzeit – und wurde erst 1990 final fertig gestellt.
Der Baustil ist als Gotisch zu bezeichnen. Erkennbar ist dies an den spitz zulaufenden Deckengewölben.
Interessant ist, dass es zwei unabhängige Glockensätze gibt. Einen Satz mit 53 Glocken um Glockenspiele zu läuten, und einen Satz mit 10 Glocken für das traditionelle „Wechselläuten“ das wir in Deutschland kennen.

Die Kathedrale hat keine typische Religionszugehörigkeit. Es ist eher ein spiritueller Ort der Zusammenkunft verschiedenster Religionen.

Wenn man die Kathedrale durch die großen, schmiedeeisernen Hauptportale betritt, eröffnet sich direkt der Blick in das sogenannte „Mittelschiff“ – den Hauptraum der Kirche. Die Größe ist wirklich beeindruckend, und wird durch die kunstvoll gestalteten Buntglasfenster noch zusätzlich betont. Wenn Ihr Euch die Fotos anseht, werdet Ihr sogar Fernseher seitlich des Mittelschiffes erkennen. Zuerst empfand ich das als sehr übertrieben, aber im hinteren Bereich ist der Altar kaum mit dem bloßen Auge zu erkennen. Der eigentliche Altarbereich hat alleine hat schon die Größe einer kleinen Kirche, wie Ihr vielleicht auf den Fotos erahnen könnt.
Unterhalb der Kirche befindet sich die Krypta. Was man in europäischen Kirchen als eng und kalt empfindet, ist hier weitläufig und beheizt. Sehr amerikanisch. Mit vielen einzelnen Gebets- und Andachtsräumen versehen, hatte ich das Empfinden in kleine separate Kirchen zu kommen. Auf mich hat es fast wie eine Art Labyrinth gewirkt und so groß wirkte es auch.
Last but not least wird man zum Schluss in den obligatorischen „Giftshop“ (Geschenkeladen) geleitet. Der fehlt hier wirklich in keinem öffentlich zugänglichen Gebäude. Und selbstverständlich haben wir dort auch etwas gekauft…

Wer mehr wissen möchte, der bekommt auf der offiziellen Seite der National Cathedral viele Hintergrundinformationen. Eine interessante PDF-Broschüre mit Grundrissen findet Ihr hier.

Und jetzt die Fotos:

Wash Cathedral

In diesem Sinne alles Liebe

Janine

4 Kommentare zu “Washington National Cathedral

  1. Wow – sehr beeindruckend! Ist die Kathedrale größer oder kleiner als der Petersdom? Weißt Du das? Und was habt ihr im Giftshop gekauft?? 😉

      • Danke für den interessanten Link! Habe ich direkt gespeichert ;). Ich denke, den Roman von Dan Brown werde ich mir mal zu Gemüte führen. Ist doch spannend, wenn man die Dinge aus den Büchern direkt vor der Nase hat… Die Aussenszenen von „Der Exorzist“ wurden übrigens zum Teil in Georgetown gedreht – muss ich auch noch mal genau anschauen. Im Giftshop haben wir Fensterdeko gekauft – ein nachempfundenes Buntglasfenster in kleiner Ausführungen aus der Kirche. War eine schöne Weihnachtsdeko.

    • Zur Größe hat Zypresse einen tollen Link eingestellt. Ähnlich groß wie der Kölner Dom, aber da es hier nicht sehr viele große Kirchen gibt, wirkt es einfach sehr groß. Gekauft haben wir übrigens Fensterdeko für Weihnachten (ein Glaselement den Buntglasfenstern in klein nachempfunden).

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