Thanksgiving, oder das große Truthahnessen

Hallo Ihr Lieben,

hier in den Staaten hatten wir letzte Woche Donnerstag einen besonderen Tag: Thanksgiving. Es ist hier ein offizieller Feiertag und wird als Familienzusammenkunft ganz groß gefeiert.
Sehr amerikanisch-traditionell wird dann der legendäre Truthahn aufgetischt. Gerne serviert mit Cranberry-sauce, Stampfkartoffeln, grünen Bohnen und „Stuffing“ – die Füllung des Geflügels. Hier wird meist eine Mischung aus Brot, Nüsse und manchmal Würstchen verwendet, wobei auch das variiert.
Die Amerikaner führen Thanksgiving zurück auf die ersten Pilger, die mit den Indianern zusammen ein großes Fest gefeiert haben. Zum Dank, dass sie den ersten, sehr harten Winter überlebt haben mit Hilfe der Einheimischen und der örtlichen Anbauprodukte.
Heute wird es jährlich am letzten Donnerstag im November gefeiert und oft reisen Familienmitglieder tausende von Kilometern an, um mit der ganzen Familie zusammen zu sein. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, dass Flughäfen und Autobahnen oft völlig überlastet sind.
Wir hatten das Glück dieses Jahr mit einer sehr netten amerikanischen Familie das Fest feiern zu dürfen (many thanks to Pat and Den!). Wir durften also live und in Farbe teilhaben an dieser Tradition. Zudem konnte ich eine liebe Freundin und Ihren Mann wiedersehen, was mich sehr gefreut hat.
Das Essen begann etwa gegen 14:30 Uhr, wobei wir schon eine Stunde früher dort waren und uns an den wunderbaren Snacks, die vorher gereicht werden, erfreuten. Dann kam der Truthahn. Ein 22 pound (knapp 10 Kilo) schwerer Brocken. Es gibt einen Grund für die großen Backöfen hier… Dazu wurde ganz klassisch wie oben beschrieben die Beilagen gereicht. Zudem gab es noch frisches, warmes Maisbrot und Butternut squash (eine Beilage aus Butternut-Kürbis)… lecker!
Ganz anders als in Deutschland gab es danach erst einmal eine Pause. Mit ein wenig Sekt und Wein hat man sich in Grüppchen zusammengefunden und ein wenig gequatscht. Einige (hauptsächlich die Männer) haben Football geschaut, was an diesem Tage Tradition hat. Und später dann kamen die Pies. Pies sind Kuchen mit einem Mürbeteigboden und einer weichen Füllung. Natürlich durfte der klassische Kürbis-Pie (Pumpkin-Pie) nicht fehlen. Dazu noch Apfel-Streusel-Pie (Applecrumble-Pie), Pekan-Pie und einen Kürbiskuchen mit Frischkäse-Garnierung, sowie Dattel-Nuss Schnitten. Das alles mit Vanille- und Zimteis zusammen. Wahnsinn. Ich hätte so gerne noch mehr gegessen, aber nach Pekan- und Applecrumble-Pie war Schluss.
Und ganz plötzlich hatten wir es schon 19 Uhr. Die Zeit verging einfach wie im Fluge. Aber das ist auch kein Wunder – bei gutem Essen, guten Freunden und gutem Wein (ok, ich hab nur Apfelsaft getrunken, aber einer muss ja fahren ;), können die Stunden schon mal zu Minuten werden.
Wer Rezepte haben möchte: einfach ein wenig googeln, es gibt eine Fülle davon. Aber ich hoffe noch das Rezept für den Pekan- und Applecrumble-Pie im Original zu bekommen. Die beiden waren wirklich göttlich.
Wer Lust hat ein wenig mehr über Thanksgiving und die „Original-Rezepte“ der ersten Siedler erfahren möchte, kann sich hier ein wenig umsehen. Es unterscheidet sich zwar deutlich von den heutigen Gepflogenheiten, interessant ist es trotzdem: http://www.plimoth.org/learn/just-kids/recipes

Und jetzt noch ein paar Fotos von dem köstlichen Essen:

2013-11-04_Thanksgiving

In diesem Sinne alles Liebe

Janine

2 Kommentare zu “Thanksgiving, oder das große Truthahnessen

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