Library of Congress

Hallo Ihr Lieben,

vor ein paar Tagen hatte ich die Gelegenheit eine geführte Tour durch die Library of Congress – die Kongressbibliothek machen zu dürfen. Ein sehr beeindruckendes Gebäude, öffentlich zugänglich und man kann als „Normalsterblicher“ sogar einen Leseausweis erstehen.
Ein bisschen zur Historie:
Sie ist die größte Bibliothek in Amerika (die zweitgrößte weltweit) und beherbergt mehr als 150 Millionen Objekte. Darunter hauptsächlich Bücher (in über 450 Sprachen) aber auch Karten, Handschriften, Musik etc. Sie liegt am Ende der „National Mall“ in Washington DC, auf dem „Capitol Hill“.
Aufgeteilt in 3 Gebäude, ist das Thomas Jefferson Building das wohl älteste und bekannteste und zugleich das Hauptgebäude. Die beiden anderen Gebäude (John Adams Building und James Madison Memorial Building) sind später hinzugekommen und mit einem unterirdischen Tunnelsystem untereinander verbunden.
Ursprünglich war die Bibliothek ein Teil des Capitol Gebäudes. Als dieses 1814 abbrannte, spendete Thomas Jefferson (3. Präsident der USA) seine Privatbibliothek. Im Gedenken an seine Großzügigkeit wurde das 1897 eröffnete Gebäude nach ihm benannt.
Das Gebäude ist im Renaissance Stil erbaut (übrigens hat einer der Hauptarchitekten – Paul J. Pelz – in Deutschland studiert!), mit unglaublich vielen Details im Innenbereich.
Interessant ist hierbei, dass wirklich jede Figur, jede Malerei und Bildhauerei eine eigene Bedeutung hat. Ich muss gestehen, dass ich nicht einmal die Hälfte der Bedeutungen behalten habe. Wenn man in der großen Eingangshalle steht und den Blick über die Säulengalerie bis zur mosaiken Decke gleiten lässt, kommt man sich sehr klein vor. Die imposanten Treppen, die einen ins obere Stockwerk führen, erledigen das Übrige. Vom oberen Stockwerk aus kann man in den großen Lesesaal blicken, der mit einer verzierten Kuppel als Dach sowie verschiedenen Bildhauerarbeiten in Figurenform aufwartet. Wirklich wunderschön. Gerne hätte ich mich einmal in den Lesesaal begeben und meinen Blick schweifen lassen, aber bei der Führung war das nicht möglich. Naja, was nicht ist kann ja noch werden.

Soviel zum geschichtlichen Hintergrund und architektonischen Details. Erzählen kann man viel, Fotos kann man sich auch anschauen, aber das Schönste ist und bleibt der persönliche Eindruck der nur vor Ort einzufangen ist.
Oft wird gesagt, dass Washington DC viel zu sehr mit den übergroßen Regierungsgebäuden protzt und keine eigenständige Persönlichkeit aufweist. Ich kann dem nicht zustimmen. Ja, es ist richtig, dass die National Mall mit all den Museen und öffentlichen Gebäuden ein wenig konstruiert erscheint. Nichtsdestotrotz hat dies seinen eigenen Charme und ist eindrucksvoll inszeniert. Etwas worauf sich die Amerikaner verstehen. Ich persönlich empfinde das nicht als negativ aber vielleicht möchte sich der ein oder die andere dazu ja mal äußern.

Jetzt erst einmal ein paar Fotos:

2013-11_LoC_1

In diesem Sinne alles Liebe

Janine

8 Kommentare zu “Library of Congress

  1. Wow, sieht sehr beeindruckend aus! Ganz viel Spaß nächste Woche! Grüße aus Köln
    (Habe mir ein Beispiel an dir genommen und gestern Pralinen selber gemacht!!)

  2. Oh ja, an die Library of Congress erinnere ich mich gut – die werden wir garantiert auch in unseren Besuchsplan einarbeiten. Muss mal die alten Fotos suchen, durch die lange Belichtungszeit hatte ich damals „Geister“ auf den Aufnahmen, das war sehr geheimnisvoll und passte gut zum Gebäude. Und im Shop kann man nette Geschenke kaufen (vor allem für Büchernarren…)

  3. Ohh… Das wäre was für mich gewesen… Nicht nur beruflich :-).
    Die für mich bisher beeindruckenste Bibliothek war die juristische Fakultät in Berlin.
    Aber das …. 🙂

    • Hallo Bernd,
      ja das glaube ich, daß es was für Dich wäre. Aber da gibts nur eins: hinfahren und anschauen – das kann man jederzeit auch ohne Tour. Und wir sind ja auch noch ein wenig hier… 😉

      • Derzeit sind wir groß in Planung und rechnen alles kreuz und quer was den Sommerurlaub betrifft.
        Ich glaub Annika hat – neben den Flug – etwas Bammel, daß wir euch evtl. eher stören würden….

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