Über Vorgärten und Halloween

Hallo Ihr Lieben,

ich hatte es ja bereits angekündigt und heute ist es soweit: ich weihe Euch in die Geheimnisse der amerikanischen Vorgärten ein.
Eigentlich dachte ich immer, nur die Deutschen hätten ein Faible fürs Laub fegen, Hecke schneiden und Gartenzwerge aufstellen. Doch weit gefehlt. Die Amerikaner stehen dem in nichts nach: Hier wird nach allen Regeln der Kunst der Vorgarten zum „Vorzeigen“ hergerichtet.
Als wir dieses Jahr im August ankamen, war die Saison in vollem Gange. Jede Woche fuhren in unserem Viertel die Fahrzeuge der Landschaftsgärtner vor und machten sich ans Werk. Nahezu täglich hörte man auf unserer Straße einen röhrenden Rasenmäher, Rasentrimmer oder – wie jetzt im Herbst– Laubbläser. Wir sind hier die glorreiche Ausnahme im Viertel: Wir machen das selbst (naja, wohl eher mein Mann). Interessant ist vielleicht auch, dass es hier in Mietverträgen Klauseln gibt, die die maximale Höhe des Rasens angeben. Ich wollte es erst auch nicht glauben, aber in unserem steht es auch.
Hat man sich daran gewöhnt, ist es auch in Ordnung. Für uns als ehemalige Stadtpflanzen war dies aber zuerst eine Umstellung. Dafür gibt es nun aber auch die „Belohnung“. Die schön gepflegten Vorgärten werden nämlich zu den diversen Jahreszeiten aufgehübscht und dekoriert. Und ich muss sagen, dass es jetzt zur Halloweenzeit doch sehr nett aussieht. Auch wir haben uns dem nicht verschlossen und unseren ersten geschnitzten Kürbis auf die Eingangstreppe gestellt (s.o.). Dies ist hier allerdings die Minimalausführung der Dekoration. Gerne genommen werden Spinnennetze, Grabsteine und Skelette.
Was hier schon nach viel Arbeit und Dekowahn anmutet wird in Washington DC dann perfektioniert. Aber das erzähle und zeige ich Euch ein anderes Mal…
Jetzt erst einmal ein paar Fotos aus der Nachbarschaft:

2013_Vorgarten

In diesem Sinne alles Liebe

Janine

6 Kommentare zu “Über Vorgärten und Halloween

  1. Da war ich doch ganz gespannt drauf … am aller-aller-besten gefällt mir das Skelett, das aus den Gräbern krabbelt. Habt Ihr so etwas auch?? Oder wirklich „nur“ die Kürbisse??

    Und wie waren der Sonnenschein und seine Mutter verkleidet? Erzählen könntest Du’s doch wenigstens?

    • Hallo Zypresse,
      wir hatten wirklich „nur“ die Kürbisse. Das ist aber hier auch nicht unüblich – natürlich habe ich für Euch nur die besten Vorgärten fotografiert ;). Mal sehen, was wir nächstes Jahr machen. Wir können uns ja noch steigern. Unsere Maus war „little red riding hood“ (Rotkäppchen). Sie wollte partout kein Kostüm anziehen, da habe ich einfach einen kleinen Umhang mit Kapuze genäht und eine schwarze Leggins dazu – ging auch. Das Kostüm habe ich fotographiert, vielleicht baue ich das beim nächsten Mal mit ein – es fehlt doch ohnehin noch ein Halloween-Beitrag…

  2. Bei meinen Nachbarn sieht es auch fast so aus wie bei deinen Nachbarn 😉 es gab sogar einen riesigen Halloween-Umzug in der Stadt 🙂 und – ich hatte gestern ca 30 kleine Hexen und Gespenster an meiner Haustür, die sich über Süßes gefreut haben. Zum Glück war ich darauf vorbereitet …

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